17. September 1997 - Pressemitteilungen vom Deutschen Zukunftspreis 1997

Deutscher Zukunftspreis 1997 - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation

Der Bundespräsident Roman Herzog hat 1997 erstmals einen Deutschen Zukunftspreis ausgelobt, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Er will mit diesem mit 500 000 DM dotierten Deutschen Zukunftspreis ein besonderes Zeichen setzen, um das innovative Klima in Deutschland zu fördern.

Der Bundespräsident ist davon überzeugt, daß, wenn wir den Aufbruch in das 21. Jahrhundert meistern wollen, wir mehr denn je ein technik- und wissenschaftsorientiertes Klima in unserer Gesellschaft brauchen. Wissenschaftliche Leistungen, Erfindergeist und innovatorische Kraft müssen wieder stärker gefördert  und vor allem wieder stärker von der Öffentlichkeit anerkannt werden.

Dabei wird der Deutsche Zukunftspreis helfen. Er soll nicht die bereits bestehenden Preise, die von staatlicher und privater Seite vergeben werden, ersetzen. Der Preis des Bundespräsidenten soll auch nicht in Konkurrenz zu den schon vorhandenen Technik- oder Wissenschaftspreisen stehen, sondern deren Wirkung nach Kräften verstärken.

Denn, so der Bundespräsident, „wenn wir künftig im weltweiten Wettbewerb weiter in der ersten Liga mitspielen wollen, brauchen wir dafür ganz besonders einen aufgeklärten Umgang mit Technik und Innovation. Wir brauchen ein von Verantwortung, Kreativität und Optimismus getragenes Klima für Forschung, Erfindung und technische Entwicklung.“

Der durch großzügige Unterstützung aus der Wirtschaft möglich gewordene Deutsche Zukunftspreis zeichnet eine Einzelperson oder Personengruppe für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus, die anwendungs- und marktfähig sein soll und damit Arbeitsplätze schaffen wird.

Eine Selbstbewerbung ist ausgeschlossen; vorschlagsberechtigt sind führende deutsche Organisationen aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Technik. Eine auf Vorschlag des Kuratoriums des Deutschen Zukunftspreises gebildete Jury unabhängiger Fachleute aus Wissenschaft und Praxis bestimmt zunächst eine Auswahl und dann den Preisträger.

Der Deutsche Zukunftspreis, Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation wird zukünftig jährlich vergeben.

1997 sind fünf Kandidaten oder Teams für die „Endausscheidung“ nominiert.

Am 28. November 1997, dem Tag, an dem der Deutsche Zukunftspreis durch den Bundespräsidenten im Deutschen Theater in Berlin vergeben wird, entscheidet kurz zuvor die Jury über den Preisträger.

Alle fünf Kandidaten haben sich jedoch bereits mit der Nominierung als herausragende Bewerber profiliert; ihre Projekte zeigen Bandbreite und Unterschiedlichkeit innovativer Kräfte, die wesentliche Impulse für die Zukunftsgestaltung geben können.

Nominierte Kandidaten für den Deutscher Zukunftspreis 1997
Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation

  • Dr. Günter Braun
    bis 30.9.97 Daimler-Benz Aerospace/ Dornier Satellitensysteme, München und
    Dr. Helmut Klausing Weßling-Hochstadt
    Dr. Wolfgang Kreitmair-Steck Eurocopter Deutschland GmbH, München

    Radar-Sensorik macht Hubschrauber allwettereinsatzfähig:
    Rettung auch bei Nacht und Nebel

  • Christhard Deter
    LDT GmbH & Co. Laser-Display-Technologie KG, Gera

    Einprägsames Bilderleben mit Laser - Großbildprojektion, der flachste Bildschirm variabel in Größe, Norm und Farbe.

  • Dr. Karsten Henco
    EVOTEC BioSystems GmbH, Hamburg und
    Dr. Ulrich Aldag
    Prof. Dr. Manfred Eigen

    Suchmaschine zur Entdeckung neuer Pharmawirkstoffe

  • Dr. Günther Dietrich
    Daimler Benz AG/Projekthaus Brennstoffzelle, Stuttgart und
    Dr. Jürgen K.-H. Friedrich
    Dr. Werner Tillmetz

    Umweltverträglicher und ressourcenschonender Fahrzeugantrieb auf Brennstoffzellenbasis

  • Prof. Dr. Michael Strauss
    Humboldt Universität zu Berlin

    Neue Wege zur gentechnologischen Bekämpfung von malignen Erkrankungen