07. Dezember 1999 - Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes

Deutscher Zukunftspreis 1999 Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation

„Der Deutsche Zukunftspreis weist auf die Voraussetzung aller Innovationen hin: Auf Menschen mit praktischer Phantasie und kreativen Fähigkeiten. Davon können wir gar nicht genug haben und darum ist es gut, dass wir mit dem Deutschen Zukunftspreis solche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler öffentlich auszeichnen“.

Bundespräsident Johannes Rau

Neue Therapieformen aus
Erkenntnissen der Entwicklungsbiologie

Berlin, den 7. Dezember 1999

Bundespräsident Johannes Rau hat heute Abend im Deutschen Theater in Berlin im Beisein hochrangiger Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft den Deutschen Zukunftspreis 1999 überreicht.

Ausgezeichnet wurden

Professor Dr. Peter Gruss und Professor Dr. Herbert Jäckle
vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen, für die hervorragende naturwissenschaftliche und technische Innovation:

Molekularbiologische Verfahren für innovative Therapien – Entwicklungsbiologie als Basis innovativer Therapien zur Behandlung von Krankheiten

Der mit großem Erfolg und breiter öffentlicher Resonanz von Bundespräsident Roman Herzog 1997 ins Leben gerufene Deutsche Zukunftspreis hat zum Ziel, die besondere Bedeutung von Spitzenleistungen in Wissenschaft und Technik für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Landes stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Denn, so Bundespräsident Johannes Rau, „die Ergebnisse von Forschung und Entwicklung entscheiden maßgeblich über unsere Zukunft. Sie sind der Motor für gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Erneuerung  und – damit nicht zuletzt - für die individuellen Perspektiven der Menschen in unserem Land.“

Der Deutsche Zukunftspreis zeichnet eine Einzelperson oder Personengruppe für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus. Die gesicherte Anwendungsmöglichkeit, verbunden mit uneingeschränkter Marktfähigkeit sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen bei der Umsetzung - vornehmlich in Deutschland - sind herausragende Kennzeichen der prämierten Leistung.

Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 500.000 DM dotiert.

Führende deutsche Einrichtungen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hatten über vierzig Vorschläge für den Deutschen Zukunftspreis 1999 eingereicht, die von einer hochkarätigen Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft bewertet wurden.

Aus den Vorschlägen nominierte die Jury für den Deutschen Zukunftspreis 1999 ausserdem:

Professor Dr. Josef Bille (Universität Heidelberg)
Laseroptische Diagnose und Therapie – Perfektes Sehen für jedermann

Frau Dr. Angelika Heinzel, Dr. Roland Nolte
(Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, Freiburg)
Streifenbrennstoffzelle für die Energieerzeugung in kleinen portablen elektronischen Geräten

Professor Dr. Hans-Georg Weber, Dr. Reinhold Ludwig, Stefan Diez
(Heinrich-Hertz-Institut, Berlin)
Ultraschnelle Lichtweiche für Kommunikationsnetze - Lösungen auch für das Internet der Zukunft

Wenige Stunden vor der Gala traf die Jury hinter verschlossenen Türen ihre endgültige Entscheidung für den diesjährigen Preisträger.

Das ZDF sendet die von Joachim Bublath und Babette Einstmann moderierte Gala zur Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 1999 am Mittwoch, dem 8. Dezember 1999 um 20.15 Uhr.

Weitere Informationen zum Deutschen Zukunftspreis, dem Preisträger und den Nominierten finden Sie auch im Internet unter www.bundespraesident.de.

Auch stehen Ihnen das Infotelefon des Deutschen Zukunftspreises (Tel: 030 2000 2126) und die Pressestelle des Bundespräsidialamtes (Tel: 030 2000 2121) für Fragen zur Verfügung.