18. April 2000 - Pressemitteilung

Besuch des Bundespräsidenten Johannes Rau bei den Preisträgern
des Deutschen Zukunftspreises am 18.4.2000 in Göttingen

Der aktive Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ist ein Zeichen für die Innovationsbereitschaft und Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Diesen Dialog zu fördern, ist ein besonderes Anliegen von Bundespräsident Johannes Rau.

Am 7. Dezember des vergangenen Jahres hatte der Bundespräsident die Professoren Dr. Peter Gruss und Dr. Herbert Jäckle vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen für ihre Forschung zu innovativen Therapien durch molekularbiologische Verfahren mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

Jetzt informierte er sich vor Ort bei den Preisträgern über das Forschungsprojekt und seine zukünftige Umsetzung in anwendungsreife Heilverfahren insbesondere für den Diabetes.

Der Deutsche Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - zeichnet Einzelpersonen oder Personengruppen für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche  Innovation aus. Deren Umsetzung  in Produkte oder Verfahren mit Marktfähigkeit, verbunden mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, sind notwendige Kennzeichen der prämierten Leistung. Der jährlich vergebene Preis hat auch zum Ziel, die Öffentlichkeit über die in Deutschland vorhandenen wissenschaftlichen und technischen Innovationspotentiale zu informieren.

Voraussetzung jeglicher Innovation aber sind Menschen mit praktischer Phantasie und kreativen Fähigkeiten, die - wie auch die beiden Preisträger - einerseits beharrlich forschen und gleichzeitig ihre Visionen mit Erfolg in die Praxis umsetzen.

Innovation bedarf daher - so die Aussagen der Preisträger bereits früher - einer konsequenten Förderung des Nachwuchses. Prof. Gruss und Prof. Jäckle haben sich auch schon längerfristig dieser Aufgabe angenommen. Mit den Geldern, die ihnen aus dem Deutschen Zukunftspreis zugeflossen sind, verstärken sie ihr Engagement bemerkenswert. Sie setzen selbst zwei jährlich zu vergebende Preise als Motivation aus: Einmal wird die beste wissenschaftliche Nachwuchsleistung des Institutes gewürdigt. Zum anderen wird ein Preis für den nicht wissenschaftlichen Bereich ausgeschrieben. Man ist sich bewußt, daß wissenschaftliche Leistung auf dem Zusammenspiel vieler Komponenten, z.B. auch Technik und Administration, basiert; dies will man fördern.

Der Bundespräsident hat immer wieder betont, eine Funktion des Deutschen Zukunftspreises sei, daß er „…öffentlich neugierig macht auf das, was in Wissenschaft und Technik geschieht, damit viele junge Menschen sich selber faszinieren lassen von den Eroberungen und Abenteuern der Technik und Naturwissenschaften“.

Dies nochmals zu verdeutlichen und dazu anzuspornen, war auch eine Absicht des Besuches von Johannes Rau bei den Preisträgern des Deutschen Zukunftspreises in Göttingen.

18. April 2000

Fotomaterial des Besuches des Bundespräsidenten bei den Preisträgern des Deutschen Zukunftspreises Prof. Dr. Peter Gruss und Prof. Dr. Herbert Jäckle vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen zum Download unter:

www.mpibpc.gwdg.de/abteilungen/293/PR/00_03/besuch.html

Weiteres Material zum Preis, den Nominierten und den Preisträgern finden Sie auch unter
www.deutscher-zukunftspreis.de

Ansprechpartner:
Büro Deutscher Zukunftspreis,
Dr. Christiane A. Pudenz
Telefon: 089 / 21 09 61-27, Fax: 089 / 21 09 61-20.

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christoph Nothdurft
Telefon: 0551 / 201 16 41, Fax: 0551 / 201 11 51