05. Mai 2008 - Pressemitteilung

Aus Ideen Erfolge machen: Bundespräsident Horst Köhler informiert sich in Regensburg über die Umsetzung des mit dem
Deutschen Zukunftspreis 2007 ausgezeichneten Projektes

Bundespräsident Horst Köhler informiert sich in Regensburg über die
Umsetzung des mit dem Deutschen Zukunftspreis 2007 ausgezeichneten Projektes

Dr. Klaus Streubel und Dr. Stefan Illek, beide OSRAM Opto Semiconductors, sowie Dr. Andreas Bräuer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik wurden im Dezember 2007 für die Entwicklung der Dünnfilm-Chiptechnologie und deren Anwendung bei neuen LED-Leuchtmitteln mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.
Der Bundespräsident informierte sich heute bei den Preisträgern des vergangenen Jahres in Regensburg über die weitere Entwicklung der ausgezeichneten LED-Technologien und die neuen Produkte, die aus der Optohalbleitertechnik entstehen.

Bundespräsident Horst Köhler und Frau Eva Luise Köhler, begleitet von der Bayerischen Staatsministerin Dr. Beate Merk, wurden von den Preisträgern sowie Siemens-Vorstand Dr. Heinrich Hiesinger, dem Osram Chef Martin Goetzeler, dem Geschäftsführer der Osram Opto Semiconductors GmbH Dr. Rüdiger Müller und dem Oberbürgermeister der Stadt Regensburg im Osram Werk begrüßt, das erst kürzlich umfangreich erweitert worden war.

In einer Präsentation vor zahlreichen Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Nachwuchskräften des Unternehmens stellte Dr. Müller die Strukturen der Forschung und Entwicklung bei Osram vor. Das Unternehmen hat in Regensburg in den vergangenen Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in die Optochipfabrikation investiert; inzwischen sind dort mehr als 1.500 Mitarbeiter beschäftigt.

In seiner Erwiderung verwies Bundespräsident Horst Köhler darauf, dass es zwingend sei, angesichts der Ressourcenknappheit und der wachsenden Zahl von Menschen, die an zivilisatorischen Errungenschaften teilhaben wollen, Energiequellen effizienter zu nutzen. Wissenschaftler prognostizieren eine Vervier- oder Verfünffachung der Energieeffizienz und – so der Bundespräsident weiter – die Deutschen hätten alle Voraussetzungen dazu, Schrittmacher in dieser Effizienzrevolution zu sein. Die Arbeiten der Preisträger zeigten, wie das im Speziellen aussehen könnte. An diesem Beispiel stellte sich auch dar, dass Ideen, die zu Innovationen werden, das Aussehen und das Funktionieren der Welt verändern könnten – und zwar zum Guten.
Abschließend äußerte der Bundespräsident, dass er sich eine noch größere Aufgeschlossenheit für Innovationen in Deutschland wünsche, mehr Spielfreude und mehr Mut zu vernünftigem Risiko.

Die neuen LED-Anwendungen, die inzwischen auf Basis der Innovation der Preisträger realisiert werden, sind eindeutig leistungsstärker, effizienter und energiesparender als herkömmliche Lichttechnologien. Das stellte der Sprecher des Preisträgerteams Dr. Klaus Streubel in seiner Darstellung über die Entwicklung des Projektes fest. Mögliche Produkte auf Basis dieser Innovation wurden den Gästen dann in einer Fachausstellung präsentiert.

Aus Ideen Erfolge machen – das war auch das Stichwort des Rundgangs durch die Produktion. Dr. Streubel verwies darauf, dass die prämierte Dünnfilmtechnik ein fertigungstechnisch höchst anspruchsvoller Ansatz ist. Dieser musste zunächst in einen vollfertigungstauglichen Prozess in der Massenproduktion integriert werden. Dazu bedurfte es erheblicher Investitionen. Die kontinuierliche Qualifikation der Mitarbeiter und der Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft waren und sind für diese hochtechnologischen Entwicklungen zwingend.

Deswegen arbeitet Osram eng mit dem Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena zusammen, das entscheidend an der Entwicklung der Optiken des prämierten Projektes beteiligt war. Und deshalb betreibt das Unternehmen engagierte Nachwuchsarbeit: Im persönlichen Gespräch mit dem Bundespräsidenten stellten Auszubildende und Nachwuchsingenieure dar, was sie an der Optohalbleiter-Technik fasziniert und welche beruflichen Chancen sie in einer solchen Schlüsseltechnologie sehen. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Zukunftspreis für das Team um Dr. Streubel sei für sie ein großer Ansporn auf diesem Weg – das wurde dem Bundespräsidenten von den jungen Mitarbeitern bestätigt.

Der Besuch des Bundespräsidenten endete am Nachmittag mit einem Rundgang durch Regensburg und dem Eintrag in das Gästebuch der Stadt.