17. April 2008 - Gemeinsame Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes und des Deutschen Museums

Übernahme des Preisträger-Exponats 2007 in die Ausstellung
zum Deutschen Zukunftspreis

Neues Highlight in der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis im Deutschen Museum, München

In Anwesenheit der Preisträger des Deutschen Zukunftspreises 2007 wurde heute das Exponat „Licht aus Kristallen – Leuchtdioden erobern unseren Alltag“ in der Dauerausstellung „Deutscher Zukunftspreis: Aus Ideen Erfolge machen“ im Deutschen Museum, München enthüllt. Cornelia Quennet-Thielen, Abteilungsleiterin im Bundespräsidialamt, und der Generaldirektor des Deutschen Museums, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, präsentierten das neue Ausstellungs-modul.

Ministerialdirektorin Cornelia Quennet-Thielen verwies auf die Erwartungen, die Bundespräsident Horst Köhler schon bei der Eröffnung der Ausstellung formuliert hatte: Eine Zielsetzung der Präsentation im Museum – wie des Deutschen Zukunftspreises insgesamt – ist es, junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Deutschland braucht Erfinder und Entwickler, Menschen die forschen, konstruieren und umsetzen und so die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Deutschland sich den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich stellen kann. Alle für den Deutschen Zukunftspreis nominierten Projekte zeigen, dass Spitzenforschung in Deutschland erfolgreich in Produkte umgesetzt werden und so Arbeitsplätze sichern kann.

Generaldirektor Prof. Heckl betonte die große Beliebtheit der Ausstellung bei den Besuchern des Deutschen Museums. Insbesondere die jugendlichen Besucher sind vom innovativen Ausstellungsdesign und den verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zu Themen der aktuellen Forschung und Technik begeistert. Das ist auch eine Bestätigung für die neuen Projekte des Museums, bildet die Ausstellung doch den räumlichen und inhaltlichen Auftakt zum Zentrum Neue Technologien, das das Deutsche Museum im Herbst 2009 eröffnen wird. Hier entsteht aus der Verknüpfung einer dauerhaften Kernausstellung zur Nano- und Biotechnologie mit aktuellen Wechselausstellungen, Labors und einem Veranstaltungsforum ein einmaliger Ort der Begegnung von Wissenschaft, Technik und Öffentlichkeit.

Mit dem neuen Ausstellungsmodul gibt es nun ein weiteres „Highlight“ in der Präsentation zum Deutschen Zukunftspreis: Die Innovation der Preisträger 2007 (Dr. Klaus Streubel und Dr. Stefan Illek, Osram Opto Semiconductors GmbH, Regensburg sowie Dr. Andreas Bräuer, Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena) ermöglicht die Herstellung neuer LED-Leuchtmittel (LED: Licht emittierende Diode), die leistungsstärker, effizienter und energiesparender als herkömmliche Lichttechnologien sind. Die Besonderheit dieser Innovation wird in der Ausstellung durch ein polygones Lichtobjekt erlebbar, das in seiner Farbigkeit und Intensität vom Besucher selbst und immer wieder wechselnd gestaltet werden kann.

Die zum Modul gehörige Vitrine zeigt die einzelnen Entwicklungsschritte der gemeinsamen Forschungsarbeit der Preisträger: Durch die bei Osram entwickelte Dünnfilmtechnologie werden LED-Chips wesentlich effizienter, weil sie durch eine reflektierende Metallschicht im Chip das Licht ausschließlich nach oben abgeben. Dadurch ist es möglich, mehrere LED-Chips dicht nebeneinander in ein spezielles Gehäuse zu packen. Im Fraunhofer Institut in Jena wurden für die verschiedenen Anwendungen passgenaue Optiken konstruiert, die das Licht bündeln und umverteilen und somit das emittierte Licht bestmöglich nutzen.

Insgesamt sind zehn der seit 1997 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichneten Innovationen in der aufwendig gestalteten Dauerausstellung im Deutschen Museum in München zu erleben. Der Weg von der Idee zum Produkt wird in Form klassischer Exponate, multimedialer Umsetzungen oder mit Hands-on Experimenten veranschaulicht. Die wirtschaftliche Relevanz der Projekte – eine Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem Preis – wird in der zum Modul gehörigen Medienstation durch eine Animation verdeutlicht.

Nicht nur herausragende Innovationen, sondern auch die Menschen „dahinter“, die als Forscher und Entwickler mit ihrer Arbeit Deutschland voranbringen, werden in der Münchner Ausstellung vorgestellt. In dieser modernen „Hall of Fame“ geschieht das durch großformatige Schwarzweiß-Fotografien der Preisträger, die im bewussten Kontrast zur Farbigkeit der Ausstellung stehen. Ebenso schwarzweiß gehaltene Videostatements der Laureaten zeigen deren Lebenseinstellung und Erfahrungen und ermöglichen dem Besucher eine weitere Annäherung an die Personen.

Die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis wird durch weitere Aktivitäten im Deutschen Museum begleitet. Im Rahmen der Vortragsreihe „Wissenschaft für jedermann“ haben beispielsweise die Zukunftspreisträger Prof. Hell, Dr. Tarumi und kürzlich Dr. Streubel ihre Projekte vorgestellt.

Die Bekanntgabe der Nominierungen zum Deutschen Zukunftspreis 2008 erfolgt am 14. Oktober 2008, die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2008 in Berlin statt.

Weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie auch hier oder unter

www.deutsches-museum.de.