05. September 2011 - Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes und des Deutschen Museums

Eindrucksvolles, neues Objekt in der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis - Übernahme der Preisträgerarbeit 2010 in das Deutschen Museum in München

„Aus Ideen Erfolge machen. Für die Menschen. Für das Land.“ – dies anhand der Arbeiten der Preisträger „erlebbar“ zu machen, ist die Intention der Dauerausstellung zum Deutschen Zukunftspreis, die im Deutschen Museum in München beheimatet ist.

Am 15. September 2011 ist eine weitere preisgekrönte Innovation in die Ausstellung, die „Hall of Fame“ des Preises des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, eingezogen. Für ihr Projekt „Vorbild Elefantenrüssel - ein Hightech-Helfer für Industrie und Haushalt“ sind Dr. Peter Post und Markus Fischer von der Festo AG & Co. KG., Esslingen sowie Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart, 2010 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden.

Sie konstruierten einen Handling-Assistenten, der im Bereich der Mensch-Technik-Kooperation neue Dimensionen eröffnet. Der mechatronische Helfer ähnelt in seiner Funktion einem Elefantenrüssel. Er kann sich in alle Richtungen bewegen, mit seinem anpassungsfähigen Greifer auch empfindliche Gegenstände sicher aufnehmen. Außerdem ist er nachgiebig und damit wirklich gefahrlos für den Menschen. Aus der Kooperation des Know-hows aus der Automatisierungstechnik und Mechatronik von Festo und der innovativen Technologie der generativen Fertigung, die am Fraunhofer Institut entwickelt wurde, entstand dann ein Assistenzsystem, das komplexe Strukturen der Natur beinahe eins zu eins nachbildet, sie steuert und regelt.

In dem neuen Modul, sieht der Besucher zunächst das natürliche Vorbild, um dann die Eleganz des mechanischen Rüssels in der Analogie zu erleben.
In der Vitrine des Ausstellungsmoduls werden die Bausteine des Greifarms vom pneumatisch gesteuerten Arm über den Greifer bis zur Fertigung durch Lasersintern erklärt. Mediale Darstellungen zeigen die Haltung der Preisträger zu ihrer Arbeit und die wirtschaftlichen Potenziale der Innovation auf, die nach dem Innovationsgrad ein wesentliches Kriterium für die Preisvergabe des Deutschen Zukunftspreises ist.

In Anwesenheit der Preisträger und ihrer Teams wurde das Exponat zum prämierten Projekt jetzt in die Ausstellung integriert.
In seiner Begrüßung sagte der Generaldirektor des Deutschen Museums, Prof. Dr. Wolfgang Heckl: „Das Deutsche Museum wird mit diesem Exponat seiner Bestimmung als Ort für Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik in besonderer Weise gerecht. Für viele Forscher sind Anregungen aus der Natur Initialzündung ihrer Arbeit: Mit dem Bionischen Handlingassistenten sehen wir einerseits eine faszinierende Analogie von Natur und Technik, andererseits eine effiziente Vernetzung unterschiedlicher Technologieschritte, die das Potenzial zu weiteren technischen Entwicklungen beinhalten und dem Menschen das Leben erleichtern.

Weitere Informationen unter:
www.deutscher-zukunftspreis.de und www.deutsches-museum.de

Pressekontakt

Deutsches Museum
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