16. September 2015 - Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes

Deutscher Zukunftspreis 2015: Drei Teams für den Preis des Bundespräsidenten nominiert

Für den Deutschen Zukunftspreis 2015, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen nominiert. Die drei Teams und ihre Arbeiten in den Bereichen Mobilität und Sicherheit, Konstruktion und Fertigung sowie der medizinischen Wirkstoffforschung wurden heute in München vorgestellt.

Der Bundespräsident ehrt mit der Auszeichnung Forscher, die erfolgreich marktfähige Produkte in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik entwickelt haben und damit Arbeitsplätze schaffen. Die Entscheidung der Jury für den diesjährigen Preisträger fällt am 2. Dezember 2015. Am gleichen Tag übergibt Bundespräsident Joachim Gauck den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis an das Gewinnerteam bei einer Preisverleihung in Berlin.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.deutscher-zukunftspreis.de.

Für den Deutschen Zukunftspreis 2015 sind nominiert:

Team I: „Radartechnologie für Autos – ein Lebensretter geht in Serie“
Dipl.-Ing. Ralf Bornefeld (Sprecher)
Dr.-Ing. Walter Hartner
Dr. rer. nat. Rudolf Lachner

Infineon Technologies AG, München und Regensburg

Das Team hat durch zwei grundlegende technologische Innovationen bei der Fertigung von Radarchips und für deren Weiterverarbeitung die Herstellungskosten von aktiven Sicherheitssystemen deutlich reduziert und diesen so den Weg in den Automobil-Massenmarkt geebnet. Dadurch könnte die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr weiter sinken.

Team II: „3D-Druck im zivilen Flugzeugbau – eine Fertigungsrevolution hebt ab“
Dipl.-Ing. Peter Sander (Sprecher)
Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann*
Dipl.-Ing. (FH) Frank Herzog**

Airbus Operations GmbH, Hamburg
*LZN Laser Zentrum Nord GmbH, Hamburg
**Concept Laser GmbH, Lichtenfels

Die drei Nominierten haben die Technologie des 3D-Drucks so weiterentwickelt, dass sich damit auch hochbelastbare metallische Bauteile für Flugzeuge fertigen lassen. Das macht deren Herstellung preiswerter, flexibler und umweltschonender. Auch in anderen Industriebranchen dürfte das Verfahren mit Laserlicht neuartige Produktionsabläufe ermöglichen.

Team III: „Entlastung für Herz und Lunge – vom Nitroglyzerin zu innovativen Therapien“
Prof. Dr. med. Ardeschir Ghofrani* (Sprecher)
Dr. med. Reiner Frey
Prof. Dr. rer. nat. habil. Johannes-Peter Stasch

Bayer Pharma AG, Wuppertal
*Justus-Liebig-Universität Gießen

Die drei Forscher haben eine Therapie für zwei Formen des Lungenhochdrucks entwickelt. Der neuartige Wirkmechanismus von Riociguat beruht auf Erkenntnissen der 130 Jahre alten Therapie mit Nitroglycerin bei Angina pectoris. Das Medikament kann den von der schweren Erkrankung Betroffenen erhebliche Besserung verschaffen – für einige ist das Arzneimittel die erste verfügbare medikamentöse Therapie.