21. September 2016 - Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes

Bekanntgabe der Nominierungen zum Deutschen Zukunftspreis 2016

Heute wurden in München die Nominierungen zum Deutschen Zukunftspreis 2016 bekanntgegeben. Die Jury hat wiederum drei herausragende Projekte für die Endrunde des Preises des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgewählt. Die Teams kommen aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.

Der Bundespräsident ehrt mit der Auszeichnung Forscher und Entwickler, die ihre Innovationen erfolgreich in marktfähige Produkte umsetzen und damit Arbeitsplätze schaffen. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro dotiert.

Die Jury des Zukunftspreises entscheidet am 30. November über den diesjährigen Preisträger. Am gleichen Tag überreicht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis 2016 an das Gewinnerteam im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in Berlin. Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.deutscher-zukunftspreis.de.

Nominiert zum Deutschen Zukunftspreis 2016

Team 1

Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach, (Sprecher)
Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif
und Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Offermann
Technische Universität Dresden mit ihrem Projekt

„Das faszinierende Material Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“

Die drei Nominierten haben einen innovativen Beton-Verbundwerkstoff von der Grundlagenforschung bis zum größten Entwicklungs- und Anwendungsnetzwerk der deutschen Baubranche geführt, mit dem sich das derzeit wichtigste Baumaterial Stahlbeton zunehmend ersetzen lässt. Das verlängert die Lebensdauer von Betonbauwerken, senkt dadurch die Instandhaltungskosten – und sorgt zudem für einen geringeren Ressourcenverbrauch und weniger CO2-Emissionen.

Team 2

Dr.-Ing. Patrick Izquierdo (Sprecher)
Dipl.-Ing. Manuel Michel
Dipl.-Ing. (FH) Bernd Zapf
Daimler AG, Ulm
Gebrüder Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen
mit ihren Entwicklungen zu

„Die Vision vom reibungslosen Antrieb – Beschichtung halbiert Energieverluste“

Diese Nominierten führten ein neuartiges Verfahren ein, um das Kolben- und Zylinderlaufbahnsystem in einem Verbrennungsmotor mit einer sehr robusten und reibungsarmen Schicht zu überziehen. Das senkt die Energieverluste im Motor, verringert dadurch den Kraftstoffverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen von Benzin- und Dieselfahrzeugen – und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zum Klimaschutz im Straßenverkehr.

Team 3

Dr. rer. nat. Carsten Setzer (Sprecher)
Dipl.-Ing. Christian Amann
OSRAM GmbH, München
BMW Group, München
mit ihrer Umsetzung von

„Laserlicht im Auto – mit Sicherheit und Weitblick in die Zukunft“

Die beiden Nominierten ebneten den Weg für einen neuartigen Scheinwerfer für das Fernlicht in Fahrzeugen, der scharf gebündeltes und intensives weißes Laserlicht aussendet. Der ultrahelle Scheinwerfer, für den die nominierten Forscher und ihre Teams das weltweit erste System zum Erzeugen von weißem Laserlicht entwickelt haben, erweitert drastische das Sichtfeld des Autofahrers bei Dunkelheit und erhöht dadurch die Sicherheit im Straßenverkehr.

Wenn Bundespräsident Joachim Gauck am 30. November 2016 in Berlin die hohe Auszeichnung an eines der nominierten Teams übergibt, ist dies eine besondere Veranstaltung, denn es ist die 20. Preisverleihung des Preises des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

Viele interessante Momente zur Geschichte und den Innovationen des Deutschen Zukunftspreises sind auf www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis zu finden.