13. September 2017 Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes

Deutscher Zukunftspreis 2017: Drei Teams für Preis des Bundespräsidenten nominiert

Drei Teams wurden heute in München für den Deutschen Zukunftspreis 2017 nominiert. Die Teams mit ihren herausragenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten kommen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Österreich. Der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ist mit 250.000 Euro dotiert.

Um in die Endrunde zu gelangen, müssen die Projekte zwei Kriterien erfüllen. Entscheidend sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad sowie das Potenzial, diese Leistung in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen. Die Jury des Zukunftspreises entscheidet am 29. November 2017 über den diesjährigen Preisträger. Am selben Tag überreicht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen Zukunftspreis 2017 an das Gewinnerteam im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in Berlin.

Nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2017 sind:

Team I

Dr. rer. nat. Dipl.-Inf. (Univ.) Klaus Dieter Engel (Sprecher)

Prof. Dr. med. Franz A. Fellner*
Dr.-Ing. Robert Schneider

Siemens Healthineers - Siemens Healthcare GmbH, Erlangen 

*Kepler Universitätsklinikum GmbH, Linz

mit ihrem Projekt „Anatomie trifft Kino – Cinematic Rendering“.

Die drei Nominierten haben eine Technologie entwickelt, um für Laien schwer durchschaubare klinische Aufnahmen in höchst realistische und anschauliche dreidimensionale Einblicke in den menschlichen Körper zu verwandeln. Die bearbeiteten Bilder erleichtern die Kommunikation zwischen Arzt und Patient, helfen bei der medizinischen Ausbildung und bieten Unterstützung beim Planen von Operationen.

Team II

Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin (Sprecher)*
Dr. med. (Univ. Debrecen) Simon Haddadin
Dipl.-Inf. Sven Parusel
*Leibniz Universität Hannover
FRANKA EMIKA GmbH, München

mit ihrer Entwicklung „Mittelpunkt Mensch – Roboterassistenten für eine leichtere Zukunft“.

Dieses Team hat ein neuartiges Konzept für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter geschaffen. Es macht Automaten zu Kollegen und Helfern des Menschen – und erschließt dem kooperativen maschinellen Assistenten der Robotik eine breite Palette neuer Anwendungen, etwa in der Industrie und in der Unterstützung alter, kranker oder behinderter Menschen.

Team III

Dr.-Ing. Stefan Schulz
Dipl.-Ing. Adrian Andres
Matthias Baßler, M. Sc.,
Vincent Systems GmbH, Karlsruhe

mit ihren Arbeiten zu „Helfende Hände – maßgeschneiderte Hightech-Prothesen“.

Die Nominierten haben moderne leichte und kleine Handprothesen entwickelt, die auch von Kindern und Jugendlichen getragen werden können. Zudem schufen sie ein modulares Prothesensystem, mit dem sich einzelne Finger oder Teile einer Hand ersetzen lassen. Eine weitere Innovation ist ein künstlicher Tastsinn, der den Prothesenträgern Berührungen und Kräfte vermittelt.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.deutscher-zukunftspreis.de, sowie www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis.